
Georges Hartmann 1928 – 2003
In den vergangenen zehn Jahren haben wir mittels verschiedener Patenschaften unsere Mithilfe bei der Bildung von jungen Nepali geleistet. Es sind dies sowohl Ausbildung in der Grundschule als auch Stipendien für das Hochschulstudium resp. Unterstützung für Lebenshaltungskosten für Studenten aus abgelegenen Gegenden von Nepal. Unsere soziale Hilfe erfolgte auch in guter Zusammenarbeit mit diversen anderen Vereinen und Stiftungen, die sich in Nepal engagieren.
Das zweite ebenso wichtige Engagement galt der Gesundheitsförderung der Bevölkerung in Nepal. Wir halfen Zugang zu finden zu medizinischen Behandlungen und garantierten die finanzielle Unterstützung, wenn eine Therapie nur in zentralen Institutionen in Kathmandu erfolgreich durchgeführt werden konnte. Es müssen noch wesentlich mehr Anstrengungen unternommen werden, um eine lebensrettende Notfallbehandlung auch in der Peripherie des Landes garantieren zu können. Seit 2016 forschen und beteiligen wir uns speziell im Lower Dolpo, einer der abgelegensten Regionen im Westen von Nepal, für die Sicherstellung von medizinischen Behandlungen in Akutsituationen, wie auch die Förderung von sinnvollen präventiven Massnahmen vor Ort.
1961 erstellte Georges Hartmann, im Auftrag des IKR, einen Dokumentarfilm über die Geschehnisse mit den tibetischen Flüchtlingen, die von Tibet über die hohen Pässe in das Königreich Mustang entflohen waren. Ihre Anzahl und ihr Gesundheitszustand wurden detailliert registriert, ihre Ansiedlung in den Hochtälern geplant und von der Regierung gesteuert, damit deren Integration in der lokalen Bevölkerung möglichst gut gesichert werden konnte. Dieser Dokumentarfilm wurde 2014/15 überarbeitet und komplettiert zum Tonfilmdokument „Tibetische Flüchtlinge – Nepal Himalaya 1961“.